Marlene von Hagen

Autorin

 
 

 

Leipzig Buchmesse 2018


»Ein Danke sagt mehr als tausend Worte.«

Nach einer Woche Abstand blicke ich auf die Leipziger Buchmesse 2018 mit großer Dankbarkeit zurück. Bei einem Event wie diesem dabei zu sein, war eine wunderbare Erfahrung. Von einem leichten Musikfestivalgefühl begleitet, schob ich mich wie viele andere vier Tage lang durch die mit Menschen gefüllten Gänge. Auch die Essensstände à la Pommes, Crêpes (mhhh... ich liebe Crêpes) und Würstel unterstrichen dieses Feeling. Aber nein, ich war ja auf einer Buchmesse!
Also ...
Am Donnerstag pilgerte ich noch brav von einem Vortrag zum nächsten und hing an den Lippen der ModeratorInnen, AutorInnen und anderen Personen, als lauschte ich Gesangsinterpreten auf einer Bühne. Vorab hatte ich natürlich als notorische Planerin, sowohl einen Hallenplan besorgt, als auch das gesamte Programmheft durchgecheckt. Gelbe Linien und rote Kreise zierten das Heftel, als wollte ich es auswendig lernen. Bedauerlicherweise musste ich eine Menge interessanter Vorträge auslassen, weil mein Klon lieber nach Hawai geflogen ist, anstatt mich zu begleiten (so ein frecher Klon!). Leider hatte auch meine Zauberuhr, mit der ich normalerweise die Zeit manipulieren kann, nach der letzten Zeitumstellung den Geist aufgegeben. Tja, mir blieb einfach nichts anderes übrig: Ich musste mich mehrmals schweren Herzens für eine Sache entscheiden und schicksalshafte Momente an mir vorüberziehen lassen, die nie wieder kämen. *Theatralik Ende*.
Nachdem ich die in mir schlummernde Planerin für eine Weile beglückt hatte, kam mein anderes Ich zum Vorschein und ich ließ mich gechillt auf der Welle der Zufallsbegegnungen und der »Schau ma mal, was kommt«-Mentalität durch die Gänge treiben. Zwischendurch traf ich meine Autorenfreundinnen, trank mit ihnen Kaffee, tratschte und besuchte Lesungen. Und stand natürlich vor irgendwelchen Damentoiletten in der Schlange ... Typical, as usual.
Nach den Klopausen hieß es stets, sich wieder ins Gewusel zu stürzen und im Labyrinth aus Gängen und Ständen nicht verloren zu gehen. Aber dank meines Hallenplanes habe ich mich so gut wie nie verlaufen. Und ich wurde nur ein einziges Mal von Captain Jack Sparrow und dem Hexenkönig von Angmar in Beschlag genommen. Was mich zu meinem nächsten Punkt bringt:
Jede Halle hatte ihre eigene Atmospähre. Unschlagbar zu erwähnen ist aber Halle 1 mit der Manga-Comic-Con und der erfreulich großen Anzahl an Cosplayern, die die gesamte Messe mit ihrer positiv-offenen Art zu einer Oase für Fantasyliebhaber wie mich machten. Verkleidungen fand ich ja schon immer toll und deshalb führte auch ich mein Mittelalterkleid am Freitag zur Messe aus. Da durfte ich ganz die Fantasyautorin sein, die tief drinnen in mir schlummert und die nur ab und zu als Marlene von Hagen an die Oberfläche kommt (Ich bin übrigens eine bodenständige Prinzessin, die selber eine Waschmaschine anschließen, Löcher in die Wand bohren und Möbel zusammenbauen kann. Und das alles auf einem Haufen Sternenstaub im Beisein meiner Einhornhorde.).

Nun komme ich zu meinem Messehighlight: Zusammen mit Susanne Ertl verbrachte ich als einhornloses (Ja, die Einhörner mussten leider im Stall bleiben) Burgfräulein verkleidet ein wunderbares Meet & Greet am SNIPSL Stand. Unser Gewinnspiel war ein voller Erfolg und innerhalb kürzester Zeit befanden sich die meisten Hauptpreise in den Händen neuer Besitzer. Eingepackt in aus Sternenstaub bestehenden und mit Schicksalsfäden verknüpften Organzasäckchen. Auch am nächsten Tag freute ich mich über die vielen Besucher bei SNIPSL und verteilte eifrigst Autogrammkarten und Lesezeichen. Viel zu rasch verging die Zeit dort, bei der ich Eva - Maria Klima von Romane Made In Austria kennen lernte. Wir teilten uns zu dritt einen Tisch mit Madeleine Puljic, mit der ich seit 2014 befreundet bin und die letztes Jahr den Deutschen Selfpublisherpreis 2017 gewonnen hat. Mit dabei waren außerdem noch Ann-Kathrin Karschnick und Calin Noell aus Hamburg.
Für die großartige Möglichkeit in den direkten Leser-Kontakt zu treten, sende ich tausend Dankes-Herzchen an Barabra Prill und ihr Team von SNIPSL. Es war fantastisch!

An dieser Stelle möchte ich auch meine liebe Freundin Susanne Ertl lobend dafür erwähnen, dass sie mich als Beifahrerin ertragen und mich nicht aus dem fahrenden Auto geworfen hat ;). Nein, wir hatten eine echt schöne, gemeinsame Zeit dort und ohne sie, wäre ich vielleicht nie nach Leipzig gefahren. Danke! Danke! Danke! Durch Susanne lernte ich außerdem Ann-Sophie Schnitzer kennen, meine persönliche Herzens-Bloggerin, und Vanessa Heintz, deren Perfidie-Reihe ich außerordentlich spannend finde.
Die österreichische Autorin Katrin Ils lief mir ebenfalls mehrmals über den Weg. Leider haben wir verabsäumt ein Foto von uns zu schießen, aber das holen wir bestimmt im April nach! Und dann gibt es keine Ausreden mehr! ;) Schreibcampversprechen! (Anmerkung: Ende April trete ich wieder in violetten Gummistiefeln zu einem Schreibcamp in Wr. Neustadt an. Wieso Gummistiefeln? Weil das Camp auf einem Reiterhof stattfindet und dies ganz praktisch ist - leider ohne Einhörner :( ...)


Es gäbe noch so viele andere tolle, erwähnenswerte Menschen, die mir in Leipzig begegnet sind und deren Schicksalsfäden sich kurz mit meinem verbunden haben. Sie sind nun alle ein kleiner Teil meiner persönlichen Lebensgeschichte. Meine AirBnB-Vermieterin, die Cosplayerinnen, die ebenfalls bei ihr wohnten, einige Bloggerinnen und Autorinnen, BuchhändlerInnen, die Künstlerin Nönchen .... Alte Bekannte, die ich beim Perry Rhodan Stand wiedertraf, die nachts mit dem Auto verzweifelt auf der Suche nach einem Restaurant für uns durch Leipzigs vereiste Straßen fuhren, die Messe-Würstel spendierten und Kaffee, den viele zwar grauslich, ich aber sehr wohl trinkbar fand, oder die einfach für einen kurzen Plausch ihre Signierstunde unterbrachen.
Es war schön mit euch!

Bleibt nur die Frage:
Wird man mich nächstes Jahr wieder in Leipzig sehen? Ich weiß es nicht. Vielleicht zieht es mich dieses Jahr noch auf die Frankfurter Buchmesse. Wäre doch interessant ob dort dann auch der Flughafen und der Bahnhof gesperrt sind, wenn’s ein bissl schneit. Und  ich dann wieder mit meinem Köfferchen über eisige Straßen laufen muss, weil witterungsbedingt keine Taxis ausgesandt werden. 
[Ja, das war ein indirekter Hinweis auf den Zusammenbruch der Infrastruktur in Leipzig wegen ein paar Schneeflocken - über den haben aber bereits andere berichtet. Da lob ich mir die ÖBB (Anmerk.: Das ist die Bahn in Österreich.).]

Abschließend sage ich: Danke, es hat mich sehr gefreut dabei zu sein! Leipzig bleib so wie du bist, aber leiste dir vielleicht doch für die nächsten Messen ein, zwei Schneefahrzeuge. Nur so für den Fall ... ;)
Denn manchmal heißt es auch im März: »Winter is coming ...«

BILDRECHTE BEI  © Marlene von Hagen

Ps: Weitere Fotos sind auf Instagram und Facebook zu finden!


 

Eindrücke von der Buchmesse wien 2017


„Schauen wir einmal, was die österreichische Buchmesse in Wien dieses Jahr zu bieten hat.“

Mit diesem Leitsatz im Hinterkopf besuchte ich gestern mit meinen Autorenkolleginnen Susanne Ertl und Anna Grimm das Gelände der Messe Halle D. Als einzigen Fixpunkt an diesem Nachmittag hatte ich mir die Lesung von Roman Klementovic aus seinem neuen Buch „Immerschuld“ vorgenommen. Ich kenne Roman seit einem gemeinsamen Schreibcamp 2013 in Niederösterreich und verfolge seitdem seinen Werdegang als Thrillerautor. Da ich an den letzten Lesungen zu „Immerschuld“ nicht teilnehmen konnte, war ich sehr froh, dies gestern endlich nachzuholen. Seine Lesung fand unter erschwerten Bedingungen statt, die er sicher noch lange in Erinnerung behalten wird. Weder die laute Hintergrundmusik, noch der launige Standbesitzer, der während seiner Lesung beinhart dazwischenrief, konnten ihn aus der Fassung bringen. Roman hat das ganz toll und professionell gemacht. Ich freue mich schon sehr, seinen Thriller zu lesen!

Doch kommen wir zu meinen unerwarteten Begegnungen: Stand E22: Romane Made in Austria. Ich hatte von diesem Verbund österreichischer Selfpublisher bereits vorher gehört und freute mich sehr, einige der Mitglieder persönlich kennen zu lernen. Länger als gedacht, verweilten wir (Susanne, Anna und ich) bei ihnen, drehten ein Video, schossen Fotos und tauschten uns über unsere Erfahrungen als Selfpublisher aus. Einige Bücher der sympathischen Damen landeten auch in meiner Tasche. Am Ende wunderten wir uns alle, dass wir noch so wenig von einander gehört hatten. Einzig Jana Beck kannte ich, da sie ebenfalls zu den „Schreibcamplern“ von Michael Marcus Thurner gehört, und wir bereits via Facebook miteinander vernetzt waren. Mit ihr werde ich im Frühjahr 2018 wieder bei einem der begehrten und lehrreichen Schreibseminare von Michael sein. Darauf freue ich mich auch schon sehr! Bis dahin werde ich ihr Buch: „Krijada - Tanz im Sturm“ verschlingen.

Der erste Teil von Dominique HeidenreichsLenara – Reihe“ befindet sich nun ebenfalls in meinem Besitz. Neben ihr lernte ich auch Betty Buttersky besser kennen, die auf der Messe eine ihrer Buchfiguren darstellte. Ihr werdet sie leicht an ihrer ausgefallenen Kleidung in den Bildern unten erkennen :-). Bettys Roman „Crash.Boom.Ben“ hat auch seinen Weg in mein Bücherregal gefunden!  

Nach vielen weiteren tollen Eindrücken, wie zum Beispiel auch der Stand der „Wannenbücher“, machten wir uns hungrig auf die Suche nach einem Würstlstand. Trotz Nieselregen fuhren wir mit der U2 von Krieau nach Schottentor, um dort in der Schottengasse 6 einen Käsekrainer zu verschlingen. Dieser Imbiss war der gelungenen Abschluss für einen ereignisreichen Nachmittag. Zu guter Letzt genoss ich den Abend mit einer Tasse Tee und kuschelte mich bei diesem Regenwetter mit meinen neu erworbenen Büchern in einer Decke ein. Die ersten Kapitel aller Bücher machten einen tollen, professionellen Eindruck auf mich und ich kann sie euch nur empfehlen!

Ich freue mich schon auf die Messe in Wien 2018, wo ich hoffentlich viele alte und neue Gesichter „wieder“sehen werde. Vielleicht auch dich!?


Eure Marlene

Ps: Vielen Dank an Susanne Ertl für ihren Weihnachts-Wien-Krimi:Gerti und die Halsabschneider!

 

 BILDRECHTE BEI  © Marlene von Hagen