Marlene von Hagen

Autorin

 
 


Buchwien 2018


Überschaubar und klein - Das ist unsere Buchmesse in Wien im Vergleich zu den ganz großen in Leipzig und Frankfurt. In den vergangenen Jahren hat sie dennoch an Charme gewonnen. Dazu beigetragen hat für mich vor allem der Stand von Romane – Made in Austria, der dieses Jahr zum zweiten Mal vor Ort war. Ich bin dem Verein im Sommer 2018 beigetreten und bereue es keinen Tag! Die Gemeinschaft der AutorInnen ist von Wertschätzung geprägt und die Vorstandsmitglieder arbeiten mit unvergleichbarer Leidenschaft. Nicht nur wir Mitglieder spüren, wie viel Herzblut und Energie in diesem Verein zur Förderung österreichischer Autoren und Autorinnen steckt.

Die Standbetreuung und die gesamte restliche Organisation waren höchst professionell. Dazu gehörte die perfekt gestaltete Broschüre mit den Büchern aller Vereinsmitglieder, Goodiebags sowie die Möglichkeit eines Meet & Greets und Lesungen auf den Bühnen der Messe. Letztes Jahr träumte ich noch davon, einmal auf der Buchwien lesen zu dürfen. Romane - Made in Austria hat mir diesen stillen Wunsch erfüllt und dafür möchte ich mich herzlich bedanken! Durch den Verein fanden Bücher aller meiner Printausgaben zu neuen Lesern. Es war für jeden Geschmack etwas dabei und eine tolle Möglichkeit, sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Übrigens: Bei meinen Meet & Greets, als auch auf der Lesebühne, war mein neuer Praktikant, das Einhorn „Prinz“ mit dabei. Auch für ihn war es ein tolles Erlebnis vor doch etwa 30 – 40 Zuhörern auf der Bühne zu stehen. Die Lesung aus meiner Fortsetzung der Schicksalsknüpferin verlief problemlos, nur das Mikro rutschte mir ein paar Mal nach unten. Es war trotzdem ein schönes Gefühl auf der Bühne zu stehen und zu lesen. Den krönenden Abschluss der Messe bildete für mich das „Ausklingen lassen“ des vorletzten Messetages mit fast allen Vereinsmitgliedern, die anwesend waren. Durch die hohe Anzahl an Liebes- und Erotikromanautorinnen hatten wir unseren Spaß – sogar der Kellner musste bei manch aufgeschnapptem Wortwechsel schmunzeln. Mehr verrate ich nicht! ;-)

Ich freue mich auf alle Fälle schon auf die Buchwien 2019, wenn es wieder heißt: Bühne frei für AutorInnen von Romane - Made in Austria.


 

BILDRECHTE BEI  © Marlene von Hagen

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Phantastika 2018

Ein Wochenendtrip nach Berlin führte mich zur diesjährigen Phantastika, die sich an die German ComiCon Berlin angeschlossen hatte. Freitag Abend half ich beim Aufbau des Qindie-Standes mit. Leider war der Parkplatz vor der STATION BERLIN so klein, dass nur eine begrenzte Anzahl an Ausstellern einfahren und entladen konnte. Das kostete Zeit, aber nichts von unserer guten Laune. Rasch war unser Stand in der noch recht leeren Halle des Phantastika-Bereiches aufgebaut - ein Abendessen am Alexanderplatz zur Belohnung folgte.

Nur zehn Gehminuten von der Station Berlin entfernt verbrachte ich in meiner kleinen Pension eine gute Nacht. Als ich am Samstag am Veranstaltungsort eintraf, erwartete mich eine lange Menschenschlange. Die Veranstaltung war gut besucht, was sich auch darin zeigte, dass ich nachmittags eine halbe Stunde für einen Kaffee anstehen musste. Es waren sehr viele begeisterte Comic-Fans anwesend, zum Teil waren sie gekleidet wie ihre Idole. Ein wenig schade fand ich, dass die Phantastika-Halle etwas abgelegen lag und der Zustrom der Besucher ausblieb. Ob Comic-Fans wenig Interesse an Phantastikbüchern und Lesungen hatten oder dieser Teil der Veranstaltung nur zu wenig beworben worden ist, ist schwer zu sagen. Für das kommende Jahr würde ich den Veranstaltern etwas mehr Werbung empfehlen und eine Verkürzung der Verkündungszeit des Phantastik-Preises. Viele Besucher verließen die Preisverleihung vorzeitig, dabei hatte man sich so viel Mühe gegeben. Wirklich schade!

Zum Ausgleich für die Indoorveranstaltung besuchte ich am Sonntag mit einer Autorenkollegin den zoologischen Garten. Diese vier Stunden an der frischen Luft und bei herrlichen Sonnenschein habe ich sehr genossen!

Berlin hat sich von seiner besten Seite gezeigt! Danke!


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Frankfurter Buchmesse und BuCon Dreieich 2018 


Alle Wege führen zur Frankfurter Buchmesse. Es gehört beinahe zum guten Ton, sich mindestens einmal auf dem Weg dorthin zu machen - oder sich von dort weg zu verfahren. Einige AutorInnen, ÜbersetzerInnen und LektorInnen wissen, wovon ich rede, denn es ging heuer nicht nur mir so. Dies hat natürlich wenig mit der Messe zu tun oder mit der wunderbaren Organisation vor Ort. Sondern einfach mit dem Karma, das dieses Jahr die Messe begleitete. Es gab Irrwege und wundersame „Zufallsbegegnungen“, die von Schicksal des „Sich-Verfahrens“ herrührten. Aber Spaß beiseite. Wer mit dem Auto anreiste, wurde von dem abseits gelegenen Parkhaus mit dem Bus-Shuttle direkt ins Messegelände gebracht. Menschen wie ich, die alles öffentlich zurücklegten, konnten sowohl mit der U-Bahn als auch mit der Straßenbahn anreisen. Für eine Wienerin wie mich war es etwas befremdlich, dass U-Bahnen wie S-Bahnen alle von einem Gleis abfuhren. Man musste aufmerksam das Display der Bahnen beobachten, um nicht im falschen Zug zu landen. Zur allgemeinen Beruhigung: Auch Ortsansässige verirrten sich. Für Besucher der Messe, die wie ich vom Flughafen direkt anreisen wollten, bot sich die S-Bahn als ideales Verkehrsmittel an. Vom Airport- Messeshuttle, das zwischen dem Flughafen und der Messe pendelte, wurde mir abgeraten. Ich hätte den Terminal beim besten Willen auch nicht gefunden. Die fehlenden Hinweise zum Airport-Messeshuttle sind das Einzige, das ich den Organisatoren der Buchmesse vorwerfen möchte.
Da ich von Mittwoch bis Freitag auf dem Messegelände war, musste ich mich nicht an den Eingängen oder an der Garderobe anstellen. Die Kontrollen gingen immer sehr schnell vor sich. Wer wollte, konnte sich eine Glassichthülle samt Anhänger nehmen und seine Karte darin verstauen. Dies wurde von vielen Personen genutzt und hatte zwei Vorteile: Jeder konnte den Namen auf dem personifizierten Ticket entziffern und rasch mit dem Gegenüber ins Gespräch kommen. In den öffentlichen Verkehrsmitteln diente es außerdem als gut sichtbare Fahrkarte.
Das Messegelände war riesig und beeindruckend. Einmal im Leben sollte man es gesehen haben, ich kann es kaum in Worte fassen. Im Vergleich zur Wiener Buchmesse ist jene in Leipzig bereits gigantisch für mich, doch Frankfurt überbietet alles. In den Hallen 3 - 6 spielte sich die Messe auf jeweils zwei Ebenen ab, Halle 1 kam mit der Cosplay-Szene am Wochenende hinzu. Ich verbrachte achtzig Prozent meiner Zeit in Halle 3.0, zehn Prozent draußen in der Agora (dort gab es zwei Veranstaltungszelte und jede Menge kulinarische Highlights) und die restlichen zehn Prozent in Halle 4. Bei fast sommerlichen Temperaturen gönnte ich mir vor Ort die erste Currywurst meines Lebens und natürlich Crêpes. Diese kleinen Stärkungen waren nötig, denn die Messetage waren lang und anstrengend. Es gab viele interessante Vorträge zu besuchen, die ich mir vorab mit der Buchmesse-App am Handy markiert hatte. So hatte ich rasch einen Blick auf das, was mich interessierte. Auch den Standort von Ausstellern oder einzelne Autorenmeetings konnte ich mit der App fixieren. Besonders gefreut hat es mich, den österreichischen Autor Wolf Haas bei einem Interview samt Lesung anzutreffen. Es war toll ihn einmal live zu sehen und zwischen dem ganzen „deutschen Deutsch“ den charmanten österreichischen Dialekt zu hören, mit dem auch ich allerorts aufgefallen bin. Das mag dabei geholfen haben, dem einen oder anderen besser im Gedächtnis zu bleiben. Denn ich scheute mich bei dieser Messe nicht mehr davor, auf die Vertreter kleinerer Verlage zuzugehen und mich für ihre Vertriebsmöglichkeiten als Autorin zu interessieren. Es kam mir dabei sehr zugute, dass ich im Frühjahr beim Schreibcamp von Michael Marcus Thurner und seinem Co-Referenten Robert Corvus an das Thema Pitchen näher herangeführt worden bin. Vor allem Robert legte mir nahe, mich mit guten Pitches auf die Messetage vorzubereiten. Und er hatte recht: Mein erster Pitchversuch kam mir zwar noch holprig über die Lippen, doch er erzeugte Interesse bei meinem Gegenüber und endete damit, dass wir Visitenkarten austauschten. Und das passierte mir nicht nur einmal.
Die Messe ist schließlich nicht nur ein Ort, an dem man Bücher kauft oder Vorträgen lauscht. Nein, sie dient auch dem Vernetzen, dem Sich-besser-kennenlernen, dem Finden eines Verlages, eines Lektors, etc. Kleine Kärtchen wandern dabei von einer Hand in die andere. Ich bin meiner Kollegin Katrin Ils sehr für den Tipp dankbar, kleine Notizen zu den Personen auf den Karten zu machen. Das hilft enorm, wenn man zuhause den Stoß Kärtchen durchgeht und die Gesichter zu den Namen fehlen. Juvenile Demenz beginnt früh, Vorbeugung ist daher vonnöten!
Von dem ganz großen Gedränge am Wochenende bekam ich nichts mehr mit, da ich am Samstag auf dem parallel stattfindenden Buchmesse-Con in Dreieich-Sprendlingen war. In diesem Ort lag auch mein Quartier, von dem aus ich bequem zur BuCon gehen und zur FBM mit der S-Bahn fahren konnte. Die BuCon mag für viele noch ein Geheimtipp sein, doch sie ist inzwischen von beachtlicher Größe und sehr empfehlenswert für alle Fans der Phantastikszene. Gerne besuche ich sie in den kommenden Jahren wieder. Vor 33 Jahren begann alles im kleineren Rahmen mit 65 Gästen, Signierstunden, einer Roman-Verkaufs-Tausch-Börse und einem regen Austausch der Fandom-Szene. Dieses Jahr kamen rund 700 Besucher ins Bürgerhaus von Dreieich-Sprendlingen, davon 50 verschiedene Aussteller und zwischen 150 und 200 AutorInnen. 71 Lesungen fanden statt, zwei Preise wurden vergeben. Auch ich konnte dank der Hilfe der Autorenvereinigung Qindie Bücher von mir vor Ort anbieten und eine Lesung abhalten.
Der Tag verging sehr rasch. Ich war beinahe ständig in Gesprächen mit Menschen vertieft, die ich die Tage zuvor oder am selben Tag kennengelernt hatte. Das besondere Flair der Con führte dazu, dass ich mich extrem wohl fühlte. Allgegenwärtig war das enorme Engagement der OrganisatorInnen und HelferInnen zu spüren. Für mich war die BuCon bisher die beste Messe des Jahres. Ich freue mich schon auf 2019!

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Leipzig Buchmesse 2018


»Ein Danke sagt mehr als tausend Worte.«

Nach einer Woche Abstand blicke ich auf die Leipziger Buchmesse 2018 mit großer Dankbarkeit zurück. Bei einem Event wie diesem dabei zu sein, war eine wunderbare Erfahrung. Von einem leichten Musikfestivalgefühl begleitet, schob ich mich wie viele andere vier Tage lang durch die mit Menschen gefüllten Gänge. Auch die Essensstände à la Pommes, Crêpes (mhhh... ich liebe Crêpes) und Würstel unterstrichen dieses Feeling. Aber nein, ich war ja auf einer Buchmesse!
Also ...
Am Donnerstag pilgerte ich noch brav von einem Vortrag zum nächsten und hing an den Lippen der ModeratorInnen, AutorInnen und anderen Personen, als lauschte ich Gesangsinterpreten auf einer Bühne. Vorab hatte ich natürlich als notorische Planerin, sowohl einen Hallenplan besorgt, als auch das gesamte Programmheft durchgecheckt. Gelbe Linien und rote Kreise zierten das Heftel, als wollte ich es auswendig lernen. Bedauerlicherweise musste ich eine Menge interessanter Vorträge auslassen, weil mein Klon lieber nach Hawai geflogen ist, anstatt mich zu begleiten (so ein frecher Klon!). Leider hatte auch meine Zauberuhr, mit der ich normalerweise die Zeit manipulieren kann, nach der letzten Zeitumstellung den Geist aufgegeben. Tja, mir blieb einfach nichts anderes übrig: Ich musste mich mehrmals schweren Herzens für eine Sache entscheiden und schicksalshafte Momente an mir vorüberziehen lassen, die nie wieder kämen. *Theatralik Ende*.
Nachdem ich die in mir schlummernde Planerin für eine Weile beglückt hatte, kam mein anderes Ich zum Vorschein und ich ließ mich gechillt auf der Welle der Zufallsbegegnungen und der »Schau ma mal, was kommt«-Mentalität durch die Gänge treiben. Zwischendurch traf ich meine Autorenfreundinnen, trank mit ihnen Kaffee, tratschte und besuchte Lesungen. Und stand natürlich vor irgendwelchen Damentoiletten in der Schlange ... Typical, as usual.
Nach den Klopausen hieß es stets, sich wieder ins Gewusel zu stürzen und im Labyrinth aus Gängen und Ständen nicht verloren zu gehen. Aber dank meines Hallenplanes habe ich mich so gut wie nie verlaufen. Und ich wurde nur ein einziges Mal von Captain Jack Sparrow und dem Hexenkönig von Angmar in Beschlag genommen. Was mich zu meinem nächsten Punkt bringt:
Jede Halle hatte ihre eigene Atmospähre. Unschlagbar zu erwähnen ist aber Halle 1 mit der Manga-Comic-Con und der erfreulich großen Anzahl an Cosplayern, die die gesamte Messe mit ihrer positiv-offenen Art zu einer Oase für Fantasyliebhaber wie mich machten. Verkleidungen fand ich ja schon immer toll und deshalb führte auch ich mein Mittelalterkleid am Freitag zur Messe aus. Da durfte ich ganz die Fantasyautorin sein, die tief drinnen in mir schlummert und die nur ab und zu als Marlene von Hagen an die Oberfläche kommt (Ich bin übrigens eine bodenständige Prinzessin, die selber eine Waschmaschine anschließen, Löcher in die Wand bohren und Möbel zusammenbauen kann. Und das alles auf einem Haufen Sternenstaub im Beisein meiner Einhornhorde.).
Nun komme ich zu meinem Messehighlight: Zusammen mit Susanne Ertl verbrachte ich als einhornloses (Ja, die Einhörner mussten leider im Stall bleiben) Burgfräulein verkleidet ein wunderbares Meet & Greet am SNIPSL Stand. Unser Gewinnspiel war ein voller Erfolg und innerhalb kürzester Zeit befanden sich die meisten Hauptpreise in den Händen neuer Besitzer. Eingepackt in aus Sternenstaub bestehenden und mit Schicksalsfäden verknüpften Organzasäckchen. Auch am nächsten Tag freute ich mich über die vielen Besucher bei SNIPSL und verteilte eifrigst Autogrammkarten und Lesezeichen. Viel zu rasch verging die Zeit dort, bei der ich Eva - Maria Klima von Romane Made In Austria kennen lernte. Wir teilten uns zu dritt einen Tisch mit Madeleine Puljic, mit der ich seit 2014 befreundet bin und die letztes Jahr den Deutschen Selfpublisherpreis 2017 gewonnen hat. Mit dabei waren außerdem noch Ann-Kathrin Karschnick und Calin Noell aus Hamburg.
Für die großartige Möglichkeit in den direkten Leser-Kontakt zu treten, sende ich tausend Dankes-Herzchen an Barabra Prill und ihr Team von SNIPSL. Es war fantastisch!

An dieser Stelle möchte ich auch meine liebe Freundin Susanne Ertl lobend dafür erwähnen, dass sie mich als Beifahrerin ertragen und mich nicht aus dem fahrenden Auto geworfen hat ;). Nein, wir hatten eine echt schöne, gemeinsame Zeit dort und ohne sie, wäre ich vielleicht nie nach Leipzig gefahren. Danke! Danke! Danke! Durch Susanne lernte ich außerdem Ann-Sophie Schnitzer kennen, meine persönliche Herzens-Bloggerin, und Vanessa Heintz, deren Perfidie-Reihe ich außerordentlich spannend finde.
Die österreichische Autorin Katrin Ils lief mir ebenfalls mehrmals über den Weg. Leider haben wir verabsäumt ein Foto von uns zu schießen, aber das holen wir bestimmt im April nach! Und dann gibt es keine Ausreden mehr! ;) Schreibcampversprechen! (Anmerkung: Ende April trete ich wieder in violetten Gummistiefeln zu einem Schreibcamp in Wr. Neustadt an. Wieso Gummistiefeln? Weil das Camp auf einem Reiterhof stattfindet und dies ganz praktisch ist - leider ohne Einhörner :( ...)

Es gäbe noch so viele andere tolle, erwähnenswerte Menschen, die mir in Leipzig begegnet sind und deren Schicksalsfäden sich kurz mit meinem verbunden haben. Sie sind nun alle ein kleiner Teil meiner persönlichen Lebensgeschichte. Meine AirBnB-Vermieterin, die Cosplayerinnen, die ebenfalls bei ihr wohnten, einige Bloggerinnen und Autorinnen, BuchhändlerInnen, die Künstlerin Nönchen .... Alte Bekannte, die ich beim Perry Rhodan Stand wiedertraf, die nachts mit dem Auto verzweifelt auf der Suche nach einem Restaurant für uns durch Leipzigs vereiste Straßen fuhren, die Messe-Würstel spendierten und Kaffee, den viele zwar grauslich, ich aber sehr wohl trinkbar fand, oder die einfach für einen kurzen Plausch ihre Signierstunde unterbrachen.
Es war schön mit euch!

Bleibt nur die Frage:
Wird man mich nächstes Jahr wieder in Leipzig sehen? Ich weiß es nicht. Vielleicht zieht es mich dieses Jahr noch auf die Frankfurter Buchmesse. Wäre doch interessant ob dort dann auch der Flughafen und der Bahnhof gesperrt sind, wenn’s ein bissl schneit. Und  ich dann wieder mit meinem Köfferchen über eisige Straßen laufen muss, weil witterungsbedingt keine Taxis ausgesandt werden. 
[Ja, das war ein indirekter Hinweis auf den Zusammenbruch der Infrastruktur in Leipzig wegen ein paar Schneeflocken - über den haben aber bereits andere berichtet. Da lob ich mir die ÖBB (Anmerk.: Das ist die Bahn in Österreich.).]

Abschließend sage ich: Danke, es hat mich sehr gefreut dabei zu sein! Leipzig bleib so wie du bist, aber leiste dir vielleicht doch für die nächsten Messen ein, zwei Schneefahrzeuge. Nur so für den Fall ... ;)
Denn manchmal heißt es auch im März: »Winter is coming ...«

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Eindrücke von der Buchmesse Wien 2017


„Schauen wir einmal, was die österreichische Buchmesse in Wien dieses Jahr zu bieten hat.“

Mit diesem Leitsatz im Hinterkopf besuchte ich gestern mit meinen Autorenkolleginnen Susanne Ertl und Anna Grimm das Gelände der Messe Halle D. Als einzigen Fixpunkt an diesem Nachmittag hatte ich mir die Lesung von Roman Klementovic aus seinem neuen Buch „Immerschuld“ vorgenommen. Ich kenne Roman seit einem gemeinsamen Schreibcamp 2013 in Niederösterreich und verfolge seitdem seinen Werdegang als Thrillerautor. Da ich an den letzten Lesungen zu „Immerschuld“ nicht teilnehmen konnte, war ich sehr froh, dies gestern endlich nachzuholen. Seine Lesung fand unter erschwerten Bedingungen statt, die er sicher noch lange in Erinnerung behalten wird. Weder die laute Hintergrundmusik, noch der launige Standbesitzer, der während seiner Lesung beinhart dazwischenrief, konnten ihn aus der Fassung bringen. Roman hat das ganz toll und professionell gemacht. Ich freue mich schon sehr, seinen Thriller zu lesen!

Doch kommen wir zu meinen unerwarteten Begegnungen: Stand E22: Romane Made in Austria. Ich hatte von diesem Verbund österreichischer Selfpublisher bereits vorher gehört und freute mich sehr, einige der Mitglieder persönlich kennen zu lernen. Länger als gedacht, verweilten wir (Susanne, Anna und ich) bei ihnen, drehten ein Video, schossen Fotos und tauschten uns über unsere Erfahrungen als Selfpublisher aus. Einige Bücher der sympathischen Damen landeten auch in meiner Tasche. Am Ende wunderten wir uns alle, dass wir noch so wenig von einander gehört hatten. Einzig Jana Beck kannte ich, da sie ebenfalls zu den „Schreibcamplern“ von Michael Marcus Thurner gehört, und wir bereits via Facebook miteinander vernetzt waren. Mit ihr werde ich im Frühjahr 2018 wieder bei einem der begehrten und lehrreichen Schreibseminare von Michael sein. Darauf freue ich mich auch schon sehr! Bis dahin werde ich ihr Buch: „Krijada - Tanz im Sturm“ verschlingen.

Der erste Teil von Dominique HeidenreichsLenara – Reihe“ befindet sich nun ebenfalls in meinem Besitz. Neben ihr lernte ich auch Betty Buttersky besser kennen, die auf der Messe eine ihrer Buchfiguren darstellte. Ihr werdet sie leicht an ihrer ausgefallenen Kleidung in den Bildern unten erkennen :-). Bettys Roman „Crash.Boom.Ben“ hat auch seinen Weg in mein Bücherregal gefunden!  

Nach vielen weiteren tollen Eindrücken, wie zum Beispiel auch der Stand der „Wannenbücher“, machten wir uns hungrig auf die Suche nach einem Würstlstand. Trotz Nieselregen fuhren wir mit der U2 von Krieau nach Schottentor, um dort in der Schottengasse 6 einen Käsekrainer zu verschlingen. Dieser Imbiss war der gelungenen Abschluss für einen ereignisreichen Nachmittag. Zu guter Letzt genoss ich den Abend mit einer Tasse Tee und kuschelte mich bei diesem Regenwetter mit meinen neu erworbenen Büchern in einer Decke ein. Die ersten Kapitel aller Bücher machten einen tollen, professionellen Eindruck auf mich und ich kann sie euch nur empfehlen!

Ich freue mich schon auf die Messe in Wien 2018, wo ich hoffentlich viele alte und neue Gesichter „wieder“sehen werde. Vielleicht auch dich!?


Eure Marlene

Ps: Vielen Dank an Susanne Ertl für ihren Weihnachts-Wien-Krimi:Gerti und die Halsabschneider!

 

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